Von Lychen nach Boitzenburg

 Bei strahlendem Sonnenschein starte ich mit Kurt zu unserer Radtour auf dem Uckermärkischen Radrundweg auf dem Parklatz des Waldwerks Grünheide. Dort haben wir unsere Autos geparkt und werden nach 4 Etappen hier wieder ankommen. Zunächst geht es Berg hinab an den über 30m tiefen, von der Eiszeit geschaffenen Wurlsee. Dann an der asphaltierten Nebenstraße aufwärts bis zu einer Abzweigung, die uns rechts auf einen gut asphaltierten Radweg nach Ruthenberg führt.  In Ruthenberg scheinen sich viele Berliner niedergelassen und ihr Idyll vom Leben in der ländlichen Natur gefunden zu haben. Auf dem Radweg geht es ca. 4km durch Wälder und Felder nach Hasselförde und von dort 2.5 km nach Triepkendorf. Hier überqueren wir die Hauptstraße nach Feldberg und radeln weiter auf dem Radweg in Richtung Laeven. An einem Hinweisschild auf dem Laeven in beide Richtungen angegeben ist, entscheiden wir uns für den rechten Weg, der uns aber über sehr schlechte, sandige Wege in den Ort führen. Von Laeven geht aus auf einer wenig befahrenen Nebenstraße nach Neuhof und dann auf einem stassenbegeitenden Radweg nach Feldberg. Im schönen Feldberg umfahren wir den Haussee entlang der Hauptstraße auf einem neu angelegten Radweg und biegen dann links in Richtung Feldberger Hütte ab. Hinauf geht es im niedrigsten Gang hinauf zum Schlossberg wo sich im 9ten Jahrhundert eine gut befestigte Slawensiedlung  befand. Die Fahrt auf dem Waldweg der teils kopfsteingepflastert ist und auf und ab geht, ist für Freizeitradfahrer wenig geeignet. Gegebenenfalls muss man hier absteigen und ein wenig schieben. Seitlich des Weges befinden sich auch eine Reihe von bronzezeitlichen Hügelgräber, die man sich anschauen sollte. Ab der Lichtenberger Badestelle, mit schönem Blick auf den Breiten Luzin, geht es über Lichtenberg nach Parmen (den Abstecher über Wrechen und Fürstenwerder lassen wir aus). Unterwegs passieren wir eine kleine Ansiedlung in der sich eine von Lene angelegte und heute noch gut gepflegte Gartenanlage befindet. Von Parmen geht es auf einem Radweg, der durch Baumwurzeln stark beschädigt und schlecht zu befahren ist, nach Krewitz. Die Umgebung ist allerdings ruhig und schön. Die letzten km führen uns auf schlechter Landstraße nach Boitzenburg. Die Straße ist zwar wenig befahren, aber wenn dann mal ein Auto kommt, wird hier mit hohen Geschwindigkeiten gerast. So ist das überall auf dem Land.

Wir übernachten im Schloss, das primär als Reise- und Urlaubsziel für Schulklassen genutzt wird. Der sogenannte Hotelteil ist schön und viel, viel besser als im Internet beschrieben. Kurt und ich sind die einzigen Gäste. Glücklicherweise hat der gegenüber dem Schloss liegende Marstall geöffnet, so dass wir hierbei Abend essen können.

Insgesamt waren wir 55 km unterwegs und haben für diese Strecke 4:18 h gebraucht. Wir mussten einen Höhenanstieg von 380 m überwinden.



Die Tour beginnt um 13:15 im Waldwerk Grünheide

Am Wurlsee

Siedlung in Ruthenberg

Alte Feldsteinkirche in Mechow auf dem Weg nach Laeven

Hier beginnen die schwer befahrbaren Sandpisten

Auf dem Schlossberg in Feldberg befand sich vor über 1000 Jahren eine gut befestigte Slavensiedlung

Die Siedlung war von einer Seite durch den Breiten Luzin durch Angreifer geschützt

Blick auf den Breiten Luzin

Bronzezeitliche Hügelgräber kurz vor Lichtenberg

Hügelgrab

Blick auf den Breiten Luzin

Schloss Boitzenburg

Eingang zum Schlosshotel

Blick vom Schlosshotel auf den Marstall

Zum Abendessen im Marstall


Kommentare

  1. The cycling sounds exhausting. You and Kurt must be very fit! How wonderful to stay in a German castle.

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